The Archandroid, Vinyl

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Beschreibung

Marke: Janelle Monáe

Variante: Vinyl

Eigenschaften:

PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG 2010 release. MOTOR.DE Laut FAZ ist Janelle Monáe "klüger als Beyoncé, tanzbarer als Erykah Badu und visionärer als Prince": Vielleicht ein etwas übereuphorisches Statement - obwohl... „Geht nicht, gibt’s nicht“ lautet wohl das Motto von Janelle Monáe. Die 24-jährige, geboren in Kansas City und mittlerweile heimisch in Atlanta, wird nicht nur von P. Diddy als „eines seiner wichtigsten Signings“ angepriesen, sondern vermischt auf dem, von OutKast-Mastermind Big Boi co-produzierten „TheArchAndroid“ nahezu alle Facetten, die die afroamerikanische Musik zu bieten hat. Doch als wäre der atemberaubende Stilmix nicht schon aufregend genug, wird ihr musikalisches Schaffen thematisch eingebettet in die aberwitzige Sci-Fi-Posse um die Androidin Cindy Mayweather, geschaffen aus der DNA von Janelle Monáe, welche im Metropolis des Jahres 2719 versucht, die Menschheit vor einer finsteren Geheimorganisation zu retten. Dazu reist die fiktive Heldin quer durch die Zeit, um ihre Nachricht von Liebe und Frieden zu verbreiten. So weit mitgekommen? Dann einmal tief durchatmen und rein ins Vergnügen. Den Auftakt macht das mysteriöse „Suite II Overture“. Wie auch anders, als mit einem ganzen Orchester, hätte dieses Werk angemessen eröffnet werden können? Pauken, Streicher und Harfen sorgen dafür, dass einen dieses Album innerhalb von Sekunden in seinen Bann zieht. Man fühlt sich unweigerlich an Filmmusik erinnert, zu der einem aber der zugehörige Streifen partout nicht einfallen mag. Dann wird es futuristisch. „Dance Or Die“ klingt mit seiner knackigen Bassline, den spooky Keyboardflächen und einer Janelle Monáe, die spielerisch zwischen Rap und Gesang wechseln kann, wie ein bis dato ungekanntes Stück Zukunftsmusik. Wer das Gesamtkunstwerk Janelle Monáe als überambitionierte Inszenierung abtun wollte, hat spätestens nach diesen beiden Songs keine Argumente mehr. Denn auch wenn die überkandidelte Story zu „The ArchAndroid“ anfangs für Skepsis gegenüber dieser jungen Künstlerin gesorgt haben mag, kann ihr musikalisch derzeit wohl kaum jemand das Wasser reichen. Aufregend geht es weiter: „Faster“ zieht das Tempo deutlich an und ist eine fett produzierte Soul-Pop-Nummer, die Amy Winehouse nicht besser hinbekommen hätte. Aber wenn wir hier schon mit Referenzen anfangen, sei vorweg gesagt, dass Janelle Monáe sie zurzeit alle in die Tasche steckt. Denn mit dieser Platte im Player, kann sich Lauryn Hill für ihr Comeback ruhig noch etwas Zeit lassen, während all jene, die eine gewisse R'n'B-Affinität haben, aber denen Beyoncé Knowles schlichtweg zu sehr in Mainstream-Gewässern fischt, in Janelle Monáe nun ebenfalls eine amtliche Alternative finden dürften. Fulminant auch die Übergänge zwischen den Tracks. Trotz der stilistischen Vielfalt, wirkt auf „The ArchAndroid“ alles wie aus einem Guss. Egal, ob Janelle Monáe wie in „Locked Inside“ den weiblichen Michael Jackson mimt – wobei den hat MJ in der Spätphase des King Of Pops ja bereits selbst verkörpert – oder sich gar als die einzig legitime Erbin von James Brown („Tightrope“) inszeniert. In diesem lässt zudem Big Boi seine Rap-Künste sprechen. Dann wiederum ist da ein lupenreiner Pop-Song wie „Cold War“, in der die bereits angesprochen Parallelen zu Beyoncé am offensichtlichsten werden, zumindest was die gesanglichen Qualitäten beider angeht. Wer jetzt aber denkt, mehr geht nicht, dem sei gesagt: Das war lediglich die erste Hälfte dieser aussergewöhnlichen Platte. In „Come Alive (The War Of The Roses)“ mutiert Janelle Monáe plötzlich zur Punkröhre und strapaziert ihre Stimmbänder bis an die Grenzen der Belastbarkeit. „Make The Bus“ ist dann eine Hommage an 80er-Jahre New Wave sowie eine musikalische Verbeugung vor Prince und David Bowie. Und so gibt es nahezu für jeden Geschmack etwas zu entdecken auf dieser Platte. Darin liegt dann vielleicht auch der einzige Kritikpunkt, den man bezüglich „The ArchAndroid“ anbringen könnte: Der Hörer läuft Gefahr, von der musikalischen Reizüberflutung etwas überfordert zu werden. Nochmal: Alles auf dieser Platte ist gut durchdacht und fügt sich letztlich zu einem homogenen Ganzen zusammen. Aber statt 18 Tracks hätten es wohl auch 13 oder 14 getan. Und mal ehrlich: Auch die Metropolis-Story ist nicht mehr als ein nettes Gimmick, auf das man bei soviel musikalischer Substanz gut und gern hätte verzichten können. Ob Janelle Monáe in 20 Jahren ein ebenso klangvoller Name ist wie heute Beyoncé oder gar Prince, muss sich noch zeigen. Doch sei es drum: „The ArchAndroid“ ist momentan die Messlatte für alles, was im Bereich Hip Hop/Soul/R'n'B veröffentlicht wird und Janelle Monáe kann wohl, ohne zu übertreiben, als die derzeitige Genre-Queen bezeichnet werden.

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