Marke: Gabriella Martellacci
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Auch ohne die durch seine Todesumstände erlangte fragwürdige Berühmtheit als Sex-and-Crime-Objekt wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Alessandro Stradella (1643-1682) aufgrund der musikhistorischen Bedeutung wiederentdeckt worden wäre. Von Musikwissenschaftlern besonders wegen seiner Oratorien und Opern geschätzt, liess die diskografische Erschliessung der Bühnenwerke bislang auf sich warten. In der fünften Folge der Stradella-Reihe bei ARCANA macht uns Andrea de Carlo endlich auch einmal mit einer Oper des Komponisten bekannt. Und siehe da: La Doriclea begeistert mit herzzerreissenden Lamenti, aber auch urkomischen Szenen à la Rossini. Alessandro Stradella's place in the annals of the history of music is not only due to the adventurous circumstances that marked his brief existence, but also to the reputation as a opera composer he has acquired since the 18th century. Inaccessible for many decades to specialists and scholars, La Doriclea is definitely the least known of all Stradella's operas. However, it constitutes a particularly significant chapter in his overall output: composed in Rome during the early 1670s, to our knowledge La Doriclea represents the first opera entirely composed by Stradella.From the dramatic point of view, La Doriclea belongs to the comedy of intrigue genre typical of the 17th century Spanish theatre tradition. Refined and amusing, it alternates touching lamentos with irresistibly comic scenes, in which the character of Giraldo, a veritable precursor of the basso buffo, allows us to glimpse Rossinian atmospheres. Emoke Baráth (Doriclea) and Xavier Sabata (Fidalbo) alongside Giuseppina Bridelli (Lucinda) and Luca Cervoni (Celindo) and the comic couple of Delfina (Gabriella Martellacci) and Giraldo (Riccardo Novaro) bring a complex and fascinating roleplaying game to life.This world premiere release of La Doriclea is a major achievement for The Stradella Project, which here reaches its fifth volume. REZENSION In seiner kurzen Lebenszeit Alessandro Stradella wurde 1682 im Alter von nur 39 Jahren auf offener Strasse ermordet komponierte der in Bologna geborene Komponist eine Vielzahl an Werken, darunter über 250 geistliche Werke, Instrumentalmusik und 8 Opern. Die hier eingespielte Oper La Doriclea galt lange Zeit als verschollen, die Partitur tauchte erst 1938 auf, ging dann wieder verloren, um jetzt vor kurzem wiederentdeckt zu werden. La Doriclea ist Stradellas letzte Oper und ein Meisterwerk. Über ihre Qualität und vor allem über das Genie des Komponisten kann man sich in dieser Ersteinspielung bestens überzeugen. Das dreistündige Werk bietet alles, was gute Oper ausmacht: Liebe, Verrat, Verkleidungen, Duelle, Witz. Stradella vermischt hier alles zu einem wundervollen Operncocktail. Die Musikliebhaber barocker Opern können sich nun auf eine musikalisch exzellente Aufnahme freuen. Andrea De Carlo dirigiert das wunderbare Orchester Pomo d Oro . Das Solisten-Ensemble ist hervorragend zusammengestellt. Die Titelrolle wird von der Sopranistin Emöke Barath gesungen, ihr zur Seite stehen der Countertenor Xavier Sabata und die Mezzosopranistin Giuseppina Bridellli, die keine Wünsche offenlassen. Auch Gabriela Martellacci, Luca Cervoni und Riccardo Novaro bieten eine sehr gute gesangliche Leistung. Alle waren sich der Wichtigkeit dieses Projektes bewusst und gehen demnach überlegt und hörbar konzentriert zur Sache, was der Interpretation vielleicht ein wenig Leichtigkeit vorenthält. Trotzdem können wir die hervorragend aufgenommene Produktion nur wärmstens empfehlen, die für viele mit Sicherheit eine regelrechte Entdeckung werden wird. --Pizzicato Schon bei Vol.5 ist diese verdienstvolle Gesamtausgabe des uvres von Alessandro Stradella angelangt, welcher sich der Dirigent und frühere Kontrabassist Andrea De Carlo verschrieben hat er gründete dafür eigens ein Festival, in Stradellas Geburtsort Nepi, nördlich von Rom. Stradella war ein produktiver Kleinmeister mit dem gewissen Etwas. Sein gewaltsamer Tod anno 1682, nachdem er wegen Kuppelei aus Venedig verjagt worden war, machte ihn wahrscheinlich bekannter, als seine Werke. Die Mantel-und-Degen-Oper La Doriclea , 1670 sein Debüt in diesem Genre, ist eine Komödie der Irrungen innerhalb der frühen Barockoper. Die fabelhafte ungarische Sopranistin Emöke Baráth adelt die Aufnahme. Höchste Wertungen für eine Wiederentdeckung! Sie lehrt, wie bunt und wechselhaft es selbst noch im Kleingedruckten des Barock zugeht. --Preis der deutschen Schallplattenkritik - Bestenliste 1-2019 --Rezension Die Arien sind übrigens besonders schön, wie auch die auffällig vielen Duette. Oft basieren sie auf einem tänzerischen Rhythmus. Das wird in der Interpretation des Ensembles Il Pomo d'Oro schön herausgehoben. Sowieso ist bei diesen Interpreten Stradellas Oper in den besten Händen. Ich habe diese Aufführung mit viel Vergnügen angehört, wegen der schönen und abwechslungsreichen Musik von Stradella, und wegen der hervorragenden Darstellung der Sänger und Instrumentalisten. Ich möchte insbesondere Riccardo Novaro erwähnen, der den Charakter des Giraldo sehr amüsant gestaltet. --Toccata
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