Rendez-vous with Martha Argerich, Audio-CD

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Marke: Martha Argerich & Various Artists

Variante: Audio-CD

Eigenschaften:

PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Gipfeltreffen Die argentinische Pianistin Martha Argerich ist nicht zuletzt wegen ihrer nach wie vor ungebrochenen Energie längst eine lebende Legende. Im Juni 2018 initiierte sie die erste Ausgabe des Musikalischen Rendezvous in der traditionsreichen Laeiszhalle in Hamburg. Argerich tritt dort gemeinsam mit prominenten musikalischen Freunden wie Mischa Maisky, Nicholas Angelich, Stephen Kovacevich und Thomas Hampson, aber auch mit begabten jungen Interpreten wie Akiko Suwanai, Edgar Moreau und Alisa Weilerstein auf. Das vorliegende Boxset auf AVANTI ist nicht nur eine beeindruckende Dokumentation dieses Gipfeltreffens, sondern ein besonderes Schatzkästlein herausragenden Musizierens. REZENSION Nach dem Aus für ihr Festival in Lugano zog Martha Argerich mit ihren Freunden im Juni 2018 nach Hamburg um. Die Symphoniker Hamburg etablierten dieses neue Festival in der Laeiszhalle. Diese Box präsentiert auf 7 CDs Liveaufnahmen mit all jenen Künstlern, die dort ein Rendezvous mit Argerich hatten. Die Aufnahmen sind allesamt von mehr oder weniger hohem Niveau, aber viele von ihnen tragen den Stempel der besonderen Umstände und der speziellen Atmosphäre dieses Rendezvous. Es ist nicht zu überhören, dass einige Musiker allein durch den Umstand, an diesem Festival teilzunehmen, wie auf Drogen spielen, als hätten sie Ecstasy-Pillen geschluckt. Das führt manchmal zu Interpretationsmodellen wie schnell, laut, oder einfach nur enthusiastisch und temperamentvoll überdreht. Zu den problematischen Darbietungen gehört Debussys Cellosonate in einer wie improvisatorisch wirkenden Interpretation mit Mischa Maisky und Martha Argerich, deren Spannung Feuer im Ohr entzünden kann, aber einen allzu freizügigen Cellisten zeigt, dessen Spiel auch so manieriert klingt, dass es schon nicht mehr akzeptabel ist. Mendelssohns Erstes Trio (in der Version für Flöte, Cello und Klavier, mit Susanne Barner, Gabriel Geminiani und Martha Argerich) ist rhythmisch etwas überakzentuiert und weist auch Mängel im Zusammenspiel auf, hat aber auch viele ganz wunderbare Momente. Debussys Fêtes und Ravels La Valse in Fassungen für 2 Klaviere mit Argerich, Anton Gerzenberg (Fêtes) und Nicholas Angelich, sind einfach stupend, setzen aber auch nur auf die Virtuosität und die entsprechende Verblendung. Ganz schlimm steht es um das Tripelkonzert von Beethoven, mit den Solisten Martha Argerich, Tedi Papavrami und Mischa Maisky, dessen affektiertes Cellospiel manchmal direkt geschmacklos ist. Die Fantasiestücke von Schumann sollen ja fantasievoll und auch leidenschaftlich gespielt werden, am besten mit viel Spontaneität: all das ist in Argerichs und Maiskys Interpretation vorhanden, aber Maisky macht einfach zu viel und spielt sich auch zu sehr in den Vordergrund. Das schmeckt sehr nach purer Show. Zu den Höhenpunkten, die den Wert dieser Box steigern, gehören eine ungewöhnlich spontane und eruptive Darbietung der Violinsonate von Claude Debussy, die aber bei aller Kraft, Leidenschaft und Virtuosität immer klangschön und, wo angebracht, auch sensuell bleibt. Packend gespielt wird auch Prokofievs Sonate für 2 Violinen mit Tedi Papavrami und Akiko Suwanai. Tief ausgelotet, spannungs- und stimmungsvoll erklingt das 1. Klavierkonzert von Shostakovich mit Martha Argerich und dem Trompeter Sergei Nakariakov sowie den Symphonikern Hamburg. Zum Atemanhalten: Shostakovichs 2. Klaviertrio mit dem Geiger Guy Braunstein, der Cellistin Alisa Weilerstein und Martha Argerich am Klavier. Das Trio wird sehr intensiv dargeboten und die Stimmungen werden exakt erfasst. Die drei Musiker lassen wunderbare Atmosphären entstehen, die oft als Kontrast zu rhythmisch präzisen Attacken die Vielfalt von Shostakovichs Ausdruckspotential zur Geltung bringen. Exzellent spielen die beiden genannten Streicher auch Zoltan Kodalys selten zu hörende Sonate op. 7. Welch eine grossartige Liedbegleiterin Martha Argerich ist, zeigt sie zusammen mit dem Bariton Thomas Hampson in Schumanns Dichterliebe. Ihr feingliederiges und sehr nuanciertes Spiel ist die beste Grundlage für Hampsons engagiertes und extrem textverständliches Singen. Das absolute Highlight der Aufnahmen ist Le Carnaval des Animaux von Camille Saint-Saëns, stimmungsvoll und spontan gespielt von den Symphonikern Hamburg und Lilya Zilberstein sowie Martha Argerich. Die hinreissend erzählende Annie Dutoit (Tochter von Martha A.) gibt einen neuen, raffinierten (französischen) Text zum Besten, den man köstlicher nicht formulieren und sympathischer nicht vortragen kann. Die CD endet mit einigen Tangos, gespielt ... --Pizzicato


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