Marke: Devin Townsend
Variante: Vinyl
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG In einer merkwürdigen Nacht im Dezember 2019 vollbrachte Devin Townsend seinen ganz persönlichen Drahtseilakt im ´The Roundhouse´, einem umgebauten Eisenbahnschuppen in Camden im Norden Londons. Es war die vorletzte Show der Tour zum aktuellen Album, das atemberaubende, komplizierte und ambitionierte Empath . Dieses Album verkörperte förmlich diesen Mann, der es komponiert hatte und brach mit künstlerischen Fesseln, die er sich während der letzten zwei Jahrzehnte umgelegt hatte. Dieses Album war Devin Townsend ohne Sicherheitsnetz, und genau so wurde es auf der brandneuen Blu-Ray/DVD ´Order of Magnitude Empath Live Volume 1 eingefangen. Das unglaubliche Line-up besteht aus dem Gitarristen Mike Kenneally (ex-Frank Zappa) und Markus Reuter (Stick Men), dem Schlagzeuger Morgen Agren (Kaipa), dem Bassisten Nathan Navarro, dem Haken Keyboarder Diego Tejeida und dem Gitarristen und Sänger Ché Aimee Dorval, sowie aus den Sängerinnen Samantha und Anne Preis und Arabella Packford. ´Order of Magnitude ist die Krönung seines Schaffens. Nach einem Leben des Sich-Kümmerns (manchmal zu sehr) erscheint hier Devin Townsend frei und entfesselt, aufstrebend zu einem neuen Ziel, das nur er selbst sich gesetzt hat. Verfügbar als Limited Deluxe 2CD+Blu-Ray+DVD Artbook (inklusive erweitertem Artwork), 2CD+DVD Digipak, Standalone Blu-Ray, Limited 3LP+2CD Boxset und als Digital Album. REZENSION Exzentriker in Grossbesetzung. Obwohl der Albumtitel eine Live-Aufführung des Townsend-Opus von 2019 suggeriert, liegt hier etwas anderes unter der Motorhaube: Neben einigen Empath-Auskopplungen stehen auch viele altbewährte Fan-Favoriten auf der Trackliste des Konzertmitschnitts vom Dezember des vergangenen Jahres. Der Clou: Auf seiner ersten Bandtournee nach der Auflösung des Devin Townsend Project ging der experimentierfreudige Kanadier mit einer Wahnsinnsbesetzung auf die Bühne. Unterstützt von neun (!) Begleitmusikern darunter Gitarrist Mike Keneally, Mitgestalter von Empath - entstehen so neuartige Versionen von 'War', 'Deadhead', 'Kingdom' und anderen Townsend-Klassikern. Aktuelle Titel wie 'Sprite' oder der wunderbare 'Spirits Will Collide' bekommen auf ähnliche Weise ein völlig neues, mitunter exzentrisches Gesicht; quicklebendig und weitgehend befreit von Playback-Tracks. Ein tosendes Londoner Publikum, das an jedem Wort hängt, trägt noch einiges zu einem stimmungsvollen Abend zwischen Metal, Prog, Jazz und Ambient bei. --Rocks (5 von 7 Punkten!) DEVIN TOWNSEND Order Of Magnitude Empath Live Volume 1 Progressive Metal 5 InsideOut/Sony (16 Songs / VÖ: 23.10.) Devin Townsend hat Glück. Glück, dass man von ihm nicht genug bekommt. Nach dem starken Album EMPATH im Frühjahr vorigen Jahres folgte erst vor wenigen Monaten dessen Deluxe Edition, dazwischen der vierte Teil der Boxset-Reihe ERAS. Nun also mit ORDER OF MAGNITUDE EMPATH LIVE VOLUME 1 ein Mitschnitt der abgeschlossenen Tournee, genauer von einem ihrer letzten Termine vergangenen Dezember in London. Wer die Konzertreise besucht hat, weiss: Diese Show ist ein Trip! Die Reise führt vom Hawaii-Setting ('Borderlands') über fantastische Welten ('Coast') durch das Death Metal-Ballhaus ('Why') in das 'Disco Inferno'; nicht nur visuell kurzweilig und beeindruckend umgesetzt (und für die DVD- sowie Blu-ray-Varianten gekonnt auf Video festgehalten), sondern vor allem musikalisch eine Prog Metal-Offenbarung. Während die Bühne vor Gastmusikern (darunter die Gitarristen Mike Kenneally und Markus Reuter, Haken-Keyboarder Diego Tejeida, Sängerin und Gitarristin Ché Aimee sowie ein kleiner Chor) zu klein zu werden droht, entfalten sich die Songs aus Townsends kompletter Karriere (mit Fokus auf dem aktuellen Album) in all ihren Klangdimensionen. Dass die Band und ihr Meister bestens aufgelegt sind und das Publikum jeden Wahnwitz mitmacht, veredelt den Mitschnitt. Der Namenszusatz VOLUME 1 deutet eine baldige Fortsetzung an; solange nur der Release-Bogen nicht überspannt wird. --Metal Hammer Für aussergewöhnliche Live-Events ist DEVIN TOWNSEND bekanntlich stets zu haben - siehe die 'By A Thread'-Marathon-Konzerte oder das 'Retinal Circus'-Projekt -, doch die Aufführung des Materials seines jüngsten Studioalbums stellte den Kanadier vor neue Herausforderungen. Andererseits strebte er sie quasi an, denn nach jahrelangem Verlassen auf Samples, metronomische Klicks und den Computer als integralen Bestandteilen von Bühnendarbietungen galt es, bewusst Leerstellen zu lassen und jene Unvollkommenheit zu erlauben, die eigentlich jeder Vorstellung von Musik im Auge und Ohr eines Publikums zugrunde liegt. Bei 'Order of Magnitude' handelt es sich um einen Mitschnitt der vorletzten Show einer erfolgreichen wie strapaziösen, in drei Segmente ('volumes') unterteilten Tournee fürs Album 'Empath' im geschichtsträchtigen Londoner Roundhouse im Dezember 2019. Wie gut die Songs dieser im Guten wie Schlechten überladenen Platte als solche eigentlich sind, wird auf der Bühne besonders deutlich, wenn sie auf ihren Kern hin verdichtet werden. Blendet man die üblichen Sex-Anspielungen, bekloppten Publikumsspiele und Soundeffekte aus (auch wenn die spürbar tolle Stimmung am Ende einen Teil des zwingenden Charakters dieser Veröffentlichung ausmacht), entdeckt man auch das wahnsinnig eindringliche 'Coast', das hypnotische 'War' und den Über-Lovesong 'Deadhead' von 'Accelerated Evolution' oder 'Spirits Will Collide' (akustische Fassung) fast gänzlich neu. Dass das Ensemble einiges anders arrangiert hat, macht sich bezahlt, da es nie die Grenze zur Unkenntlichkeit überschreitet, weshalb selbst konservative Gemüter im Publikum begeistert gewesen sein dürften und auch zuhause sein werden, wobei man beim Kauf natürlich nicht nur die Audio-Variante berücksichtigen sollte, sondern DVD bzw. Blu-ray, denn die Videospur gehört davon abgesehen, dass sie höchsten Ansprüchen genügt, einfach dazu. Zu den vielen Highlights gehören auch das jazz-loungige 'Ain't Never Gonna Win' und das aberwitzige 'Why?', während sogar 'Lucky Animals' ausnahmsweise nicht nervt; apropos: gecovert wird auch die 1976er Nerv-Nummer 'Disco Inferno' von The Trammps. Unabhängig von alledem wartet Townsend hier vermutlich mit der stärksten Live-Besetzung aller Zeiten auf: Gitarrist Mike Kenneally und Schlagzeuger Morgen Ågren aus dem Umfeld von Frank Zappa, Deutsche Touch-Guitar-Vorkämpfer Markus Reuter (Stick Men, centrozoon u.a.), Haken-Keyboarder Diego Tejeida sowie die wie immer bezaubernde Singer-Songwriterin Ché Aimee Dorval neben drei weiteren Frauenstimmen. FAZIT: Ein Rundum-glücklich-Live-Program, wie man es von DEVIN TOWNSEND gewohnt ist, aber in dieser Form noch nicht kennt. Der Ausnahmekünstler erfand sich 2019 auf der Bühne neu und stellte seine manisch-depressive Ader dabei - ob gewollt oder nicht - so offen zur Schau wie selten zuvor. --musikreviews.de