Marke: Modeselektor
Variante: Vinyl
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Willkommen in Monkeytown! Das Berliner Duo Modeselektor kehrt mit voller Kraft mit einem neuen Album zurück, dessen unwahrscheinliche Energie und Club-anheizenden Beats die Dance-Community erneut musikalisch allumfassend und genreübergreifend inspirieren werden! Frei zwischen Stilen und Tempi fliessend, experimentiert Monkeytown mit Extremen und Kantigem, erkundet, ausgehend von einer soliden, tief im Groove verankerten Beat-Basis, jungfräuliche akustische Gefilde. Mit wuchtigen Drums, gecutteten Vocals und meisterlich aufgebauter Spannung erschaffen Modeselektor eine neue, ganz eigene Kreatur der Dance Music - eine mutierende Chimäre mit Körperteilen aus Left-Field Hip Hop, gefühlvollem R&B, Punk Rap und spielerischen Überraschungen. Zum Album beigetragen hat auch eine Reihe aufregender Musiker wie Thom Yorke, Busdriver, PVT, Anti Pop Consortium, Miss Platnum, Sascha Ring (aka Apparat), Pillow Talk, Gordon Boerger, Siriusmo and Otto von Schirach. MOTOR.DE Wo Modeselektor draufsteht, ist auch Modeselektor drin. Mit "Monkeytown" verfestigen die Berliner Bass-Jünger Sebastian Szary und Gernot Bronsert ihren Status als Pioniere im Noise-Art-Bereich. (Foto: Ben De Biel) Von Modeselektor lernen, heisst siegen lernen. Seit nunmehr 15 Jahren arbeiten die Berliner Bass-Jünger an ihrem eigenen Denkmal. Kaum jemand verkörpert den Sprung von der bedeutungslosen Peripherie in das Zentrum der elektronischen Faszination wie Sebastian Szary und Gernot Bronsert. Angefangen als kleine Raver im Dickicht der Hauptstadt mauserten sich die beiden von begeisternden DJs über imposante Live-Acts zu stolzen Familienvätern und selbstbewussten Firmengründern. Zu alledem gesellt sich seit Jahren ihr bekanntester Fan Thom Yorke, der das Duo bereits mit Kraftwerk verglich. Ja, Modeselektor haben es geschafft. Ihr Erfolg beruhte seit jeher auf dem Einreissen von Grenregrenzen. Doch diese Stinkefinger-Attitüde ist anno 2011 keine Innovation mehr. In einer Zeit, in der das Vermischen, die Schichtung, das Über- und Ineinanderlegen von Stilen zum Usus der Branche gehört, können sich Modeselektor nicht mehr auf Altbewährtes verlassen. Und doch bleiben sie sich treu: ihre dritte Platte "Monkeytown" darf durchaus wieder als Hommage-Album interpretiert werden. Nachdem sie bereits mit "Hello Mom" und "Happy Birthday" ihren Müttern und dem eigenen Nachwuchs Oden darreichten, avanciert die neue LP zur phonetischen Selbstbeweihräucherung. Das Motto: nicht kleckern, sondern klotzen. Modeselektor – "Pretentious Friends" (feat. Busdriver) In der Tradition von posenden HipHop-Alben versammeln die elf Songs zehn Artists – ein kleines Who Is Who zwischen Beat, Pomp und Wahnsinn: Neben dem Rapper Busdriver, der zu Beginn seine frechen Vocals bei der Rave'n'Roll-Nummer "Pretentious Friends" auf die Hörerschaft loslässt, tummeln sich auch Label-Kollege Siriusmo, Apparat sowie das Antipop Consortium auf "Monkeytown". Obwohl sich die Vielseitigkeit auch schnell zur Sackgasse entwickeln kann, stehen der mannigfaltige Ideenreichtum und die irrsinnige Abwechlsung immer noch im Vordergrund. Während die Eröffnung "Blue Clouds" eine an Flying Lotus erinnernde, kontemplative Variante von IDM anbietet, so versteht es das 4/4-Takt-Monster "Evil Twin" alle Träumer in den Hintern zu treten. Zwar flirtet der Song unterschwellig mit einer bleiernden Dance-Idee, distanziert sich jedoch nie von der Dubstep-infizierten Techno-Musik. Apropos Kontemplation: Thom Yorke sang nicht nur die Vocals für zwei Songs ein, sondern legte auch seine Hände ans Mischpult. "This" und "Shipwreck" könnten sich mit den vollkommen dekonstruierten, repetitiven und entarteten Stimmflächen auch vorzüglich auf den letzten beiden Radiohead-Alben arrangieren, derart geisterhaft wissen sich die Tracks ins Bewusstsein zu schrauben. Zwei Songs stechen aus dem 55-minütigen Kessel heraus: "Green Light Go" nimmt nicht nur die Kraftwerk-These gekonnt auf, es balzt dermassen gekonnt mit dem Pop, dass es einem beinahe die Sprache verschlägt. Hinzu kommt das mit Miss Platnum aufgenommene "Berlin" – ein euphorischer Electro-R'n'B-Track, der mit seinem harmonischen Groove nicht nur das Prädikat zeitgeistig verdient, sondern auch die grosse Stärke des Duos auf den Punkt bringt. Modselektor – "This" (with Thom Yorke) Bronsert und Szary wissen beinahe perfekte Korsagen für ihre Gäste zu schneidern. Jeder bekommt seinen Moment, sodass "Monkeytown" vor allen Dingen eines niemals aufkommen lässt: Langeweile. Auch wenn Wumms und Bass immer noch das A und O sind, sollte man das Duo nicht nur auf seine Vorschlaghammer-Songs reduzieren. Die Fähigkeit, die unterschiedlichsten Klangräume zu erforschen, dennoch beim charakteristischen dicken, bass-aufgeplusterten Techno zu bleiben, verdient höchste Anerkennung – das ist Noise-Art par excellence. Wo Modeselektor draufsteht, ist eben auch Modeselektor drin.