Marke: Dorothee Mields
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion BWV 245 zählt unumstritten zu den grossartigsten Vertonungen der Leidensgeschichte Jesu in der Musikhistorie. Für seine erste Passion als neuer Leipziger Thomaskantor zog Bach 1724 alle musikalischen und kompositorischen Register, so finden sich im Orchester auch ausgefallene Instrumente wie z.B. die Oboe da caccia, zwei Viole d'amore und die Laute. Anders als im Fall der Matthäus-Passion von 1727 gibt es von der Johannes-Passion allerdings keine endgültige Fassung. Vielmehr erfuhr sie zu Bachs Lebzeiten im Rahmen von Wiederaufnahmen gleich mehrere zum Teil grundlegende Umgestaltungen durch den Komponisten, wodurch theoretisch verschiedene Fassungen des Werks rekonstruierbar sind. Die heute meistens zur Aufführung gebrachte Version ist eine bewährte Mischung aus der unvollendeten Neufassung vom Ende der 1730er-Jahre und der vierten Fassung von 1749, ohne die späteren Textänderungen in den Arien. Als einer der führenden Bach-Exegeten unserer Zeit bietet uns Philippe Herreweghe mit seiner jüngsten Einspielung einmal mehr einen durch jahrzehntelange Erfahrung gereiften, musikalisch perfekten und subtil ausgeleuchteten Bach, der dabei in gleichem Mass sowohl Kenner als auch Liebhaber unmittelbar anzusprechen weiss. Das exzellent zusammengestellte Solistenensemble, darunter Maxilimilian Schmitt (Evangelist), Kre imir Stra anac (Jesus), Dorothee Mields und Damien Guillon sowie die bewährten Kräfte des Collegium Vocale Gent machen die Einspielung ohne Zweifel zu einem Höhepunkt der umfangreichen Diskografie des Werks, den man keinesfalls verpassen sollte. Bach's St John Passion, with its famous opening chorus traversed by shadows and light, is a powerful musical and spiritual reflection.Dramatic, grandiose, complex, resolutely theatrical: there has been no lack of superlatives to describe this supreme masterpiece of western music. Philippe Herreweghe and Collegium Vocale Gent present an accomplished reading that reflects their knowledge of the composer, based on extensive research and deepened by countless concerts. Soloists Kresimir Strazanac and Maximilian Schmitt demonstrate the breadth of their talents in the roles of Jesus and the Evangelist. REZENSION Meisterhafte Symbiose aus Wort und Klang: Sein Collegium Vocale Gent folgt Philippe Herreweghe in alle Verästelungen von Bachs 'Johannes-Passion'. Man kann Philippe Herreweghe bei Bach kein X für ein U vormachen. Zu oft hat er dessen Werke aufgeführt, und so nimmt es nicht wunder, dass er nun eine neue Einspielung der Johannes-Passion vorlegt. Von den vier Fassungen hält er die zweite für dokumentationswürdig. Sein Collegium Vocale Gent folgt Herreweghe in alle Verästelungen der Partitur, mit einem gleichermassen Dramatik, Stringenz und Natürlichkeit vereinigenden Ansatz. Luftig zieht die Flöte ihre Kreise, im Gegensatz dazu treten die schmerzensreichen Harmonien im Tutti hervor. Meisterhaft ist auch die exemplarische Symbiose aus Wort und Klang. Die Solisten sind vor allem mit Maxilimilian Schmitt als Evangelist und Kre imir Stra anac als Jesus markant besetzt. Himmlisch sphärisch singt Dorothee Mields die Sopran-Arien, während Peter Kooij zu den erfahrenen Abonnements-Bachianern der letzten Jahre zählt. --Concerti, CD of the week Rechtzeitig zur Passionszeit 2020 sind drei Neuaufnahmen der Johannes-Passion erschienen, die jeweils auf hohem Niveau drei unterschiedliche Fassungen der Komposition präsentieren. Die Beschäftigung mit seiner Johannes-Passion hat Johann Sebastian Bach lebenslang nicht losgelassen. Von der Erstaufführung 1724 bis kurz vor seinen Tod hat der Leipziger Thomaskantor das Werk mehrfach wiederaufgeführt und dabei immer wieder Veränderungen vorgenommen. Schon 1725 fügte er zwei neue Chöre und drei neue Arien ein. 1732 nahm er diese Änderungen wieder weitgehend zurück und führte das Stück 1749 mit weiteren Revisionen und Umbesetzungen erneut auf. Eine 'Fassung letzter Hand', wie sie von der Matthäus-Passion vorliegt, nahm er 1739 in Angriff, brach das Unternehmen aber aus ungeklärten Gründen schon nach den ersten zehn Sätzen ab. Aufgeführt wird die Johannes-Passion heute meist in einer von der 'Neuen Bach-Ausgabe' vorgeschlagenen Mischfassung, einer Version also, die Bach selbst nie gehört hat. Gegenentwürfe dazu lassen sich mit den Fassungen von 1725 und 1749 erzielen. --rbb Kultur