Marke: Francesco Corti
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Die 1720 in London veröffentlichten acht Cembalosuiten sind Händels erste gedruckte Werke. Die sorgsam gearbeitete Sammlung fasziniert durch ihre gelungene Melange französischer, italienischer und deutscher Elemente, die immer wieder durch Einflüsse aus Oper und Orchestermusik bereichert werden und sich so fern jeglicher konventioneller Standardisierung bewegen. Diese Vorgehensweise verdeutlicht der exzellente italienische Cembalist Francesco Corti in seiner Einspielung für ARACANA durch die Integration zeitgenössischer Cembalobearbeitungen einiger Ouvertüren Händels. After the album Bach, Little Books, harpsichordist Francesco Corti continues his collaboration with Arcana with a 2-CD recording entirely dedicated to George Frideric Handel. At the center of the project are the eight “Great” suites. These masterpieces were the composer’s first published set, and are a clear testimony to his virtuosity at the keyboard. Their characteristically diversified styles reflect not only the mélange of national traditions assimilated by the young composer, but also his phenomenal improvisatory talent. Moreover, the attraction of these pieces lies in their melodic and rhythmic affinity to the world of singing and orchestral writing, Händel’s strongest interests. Arrangements of Handel’s operatic overtures and arias started circulating early in his career in England, and in his later years he was known to perform his overtures on the keyboard himself. Corti designs a program showcasing the composer’s brilliant treatment of the instrument, choosing to complement the “Great” Suites with a selection of transcriptions from Händel’s own hand and from his close musical circle. REZENSION Es ist eine brillante Idee, Georg Friedrich Händels acht Cembalo-Suiten nicht einfach bloss als solche aufzunehmen, sondern sie in einen grösseren musikhistorischen Zusammenhang zu stellen, welcher dann schliesslich Georg Friedrich Händel selbst als seinerzeit gefeierten Cembalo-Virtuosen in seiner vollen Grösse zumindest erahnen lässt. Vertieft man sich nämlich in Händels Cembalo-Musik, so wie Francesco Corti es getan hat, unter Einbeziehung des aufführungspraktischen Kontextes, dann kommt man gar nicht vorbei an der komplexen Fragestellung einer adäquaten Ornamentierung. Man kommt auch nicht vorbei an Händels vielgerühmter Wirksamkeit als improvisierender Virtuose in den Aufführungen seiner Bühnenwerke. Man muss den sagenumwobenen Cembalisten William Babell mit einbeziehen, jenen frühverstorbenen Kongenialen, der in seinen niedergeschriebenen „Lessons“, die u. a. jene fulminant verzierte Version von „Lascia ch’io pianga“ aus „Rinaldo“ enthalten, vermutlich so manches tradiert hat, was bei Händel selbst so ähnlich geklungen haben könnte. Und so entfaltet sich unter Francesco Cortis nicht nur stupend flinken, sondern auch atemberaubend feinfühligen Händen ein Kaleidoskop hochbarocker Tasten-Virtuosität, bei dem die acht Suiten „nur“ im Mittelpunkt stehen, flankiert von Ouvertüren-Transkriptionen u. ä. aber in einem erweiterten Kontext zur Geltung gelangen. Diese mitreissende musikalische Reise beginnt bei Händel und seinem Können und erstreckt sich dann hin bis zu Corti und seiner umfassenden interpretatorischen Erfahrung. Zwei Meister geben sich die Hand, über drei Jahrhunderte hinweg, und wir nehmen nicht einen Graben wahr, sondern werden über eine Brücke geführt. --Rondomagazin