Marke: Matthew Newlin
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Als Händel 1741 ‒ unmittelbar nach der Fertigstellung des Messiah ‒ den Samson komponierte, befand er sich auf dem Höhepunkt seines Oratorienschaffens. Samson war einer der ganz grossen Erfolge zu Händels Lebzeiten und von den Zeitgenossen gelegentlich sogar über den Messiah gestellt. Anders als die direkt dramatisch angelegten Oratorien Hercules oder Semele ist es ein Seelendrama, in dem die Arien und Rezitative nicht Teil einer darstellbaren Handlung sind, sondern die Seelenzustände der Protagonisten beschreiben. Die fesselnde Aufnahme mit dem Chœur de Chambre de Namur und dem Millenium Orchestra unter Leonardo García Alarcón entstand im Juli 2018 beim Festival Musical de Namur. Samson is not merely an effective narrative, but also a drama of great psychological depth. Over its three acts, we witness the slow but inexorable mental resurrection of a man chosen by God who, overcome by remorse, gradually rebuilds his character.Awareness of his error sustains him and helps him to conceive a decisive reversal of his situation. Though held in chains and for ever deprived of his sight, Samson nevertheless gradually becomes convinced that his strength is intact.In order to set Israel free, he will succeed in regaining God's mercy and destroying his captors people at a single blow. This recording was made live during the Namur Music Festival in July 2018. REZENSION Ein lebhafter, lebendiger Blick auf Händels zeitlebens bekanntestes Oratorium. Seit Nikolaus Harnoncourts Einspielung von 1992 ist Händels ‚Samson‘ unter dessen Oratorienwerken auf Tonträger mehr oder minder kanonisch geworden. Für die Aufführung beim Musikfest Namur 2018, das aufnahmetechnisch zu weiten Teilen sehr gut eingefangen wurde (Nebengeräusche der Konzertaufführung stören das Klangerlebnis nicht), hat sich Leonardo García Alarcón für jene Fassung entschieden, die auch Harnoncourt schon eingespielt hatte. Alarcón wählt lebendige Tempi und entfesselt regelrecht an entsprechenden Stellen die dramatischen Aspekte der Musik – hierunter leidet die Exaktheit des Chors, aber nicht die Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Auch sonst verfolgt er eine expressive Lesart, die durch den farbenreichen Orchesterklang besonders betont wird (vor allem der Gebrauch der Theorbe bereichert das Klangspektrum beträchtlich). Auch die Solisten sind diesem Konzept verbunden – hier geht es nicht primär um stilgemässen barocken Schöngesang, sondern stets ist das expressive Moment von übergeordneter Bedeutung. Als solches beeindruckt die Wiedergabe durch eine in sich dichte Schlüssigkeit, die die Musik im besten Sinne lebendig macht. --klassik.com