Marke: Jan Garbarek
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN KURZBESCHREIBUNG Lang erwartet und eine Premiere obendrein. Sechs Jahre nach Garbareks letztem Leader-Album („In Praise of Dreams“) kommt die allererste Live-Aufnahme der immens populären Garbarek Group, der Mitschnitt eines ekstatischen Konzerts vom Oktober 2007. Die Band, nach dem Ausscheiden Eberhard Webers nun mit dem Brasilianer Yuri Daniel am Bass, setzt altes und neues Repertoire unter Strom. Garbarek selbst ist in bestechender Form, wobei er in Manu Katchés kraftvoll pulsierendem Schlagzeug einen stimulierenden Widerpart findet. Zu hören sind Hits wie „12 Moons“, „There were Swallows“, „Voy Cantando“, eine glühende Version von „Paper Nut“ und vieles mehr. Das Album erscheint zur grossen Herbsttour der Garbarek Group. AMAZON.DE Fantastisch – ist das Jan Garbareks schönste Aufnahme? Oder glaubt man es nur, weil man die älteren Jan Garbarek Group Alben nicht mehr so gut im Ohr hat? Immerhin, In Praise Of Dreams ist fünf Jahre alt, Rites kam vor 11 Jahren heraus, und Twelve Moons, das letzte Album, das uneingeschränkt der Jan Garbarek Group zugeschrieben werden kann, sogar vor 16 Jahren. Trotzdem: Dresden, aufgenommen im Oktober 2007, ein Doppelalbum, ist eine Sternstunde, die wahrscheinlich alle vorherigen Jan Garbarek Group Aufnahmen übertrifft. Es ist überhaupt ein Highlight im Schaffen des 62-jährigen Ausnahmemusikers. Vielleicht, weil Dresden ein Live-Album ist, überraschenderweise das erste unter Jan Garbareks eigenem Namen. Man glaubt es kaum, denn der norwegische Saxofonist und Komponist, längst eine Institution im europäischen Jazz, nimmt bereits seit 1969 unter eigenem Namen auf. Dresdenist eine Hymne an die Melodie, ein kraftvolles Feuer, ein differenziertes, virtuoses Spiel. Es ist klanglich überragend, an keiner Stelle langatmig (Langeweile kam durchaus schon vor bei Live-Konzerten), vielmehr zupackend, übervoll an Esprit und Inspiration. Die Stücke, überwiegend vom Bandleader, sind brillant, die Arrangements beinahe unauffällig, nicht im Vordergrund: es geht um den Gesamtfluss, um Improvisation, um Interpretation. Garbarek giesst die Kompositionen in elegante Formen, die viel erlauben und alles doch so makellos zusammenhalten. Eine absolut grossartige Rolle spielt Schlagzeuger Manu Katché, der alles aus sich herausholt. Sein unverkennbarer, charmanter Attack, der glänzende Beckensound, rhythmisch-dynamische Raffinesse und ein aussergewöhnliches Einfühlungsvermögen machen ihn zu einem zentralen Charakter in dieser bedeutenden Aufführung. Auch die anderen, Bassist Yuri Daniel (neu im Ensemble) und Rainer Brüninghaus (Klavier, Keyboard) arbeiten hingebungsvoll und ausgezeichnet. Dresden ist ein musikalisches Bekenntnis, ein gewaltiger, ein ganz grosser Moment. - Katharina Lohmann