Marke: Budi Siebert
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
Produktbeschreibungen Audio CD, Masse: 12.4 cm x 1.2 cm x 14.4 cm Biber (in-Akustik), Rezension Das Brückenschlagen ist eine Handwerkskunst, in der Büdi Siebert die Meisterprüfung bestanden hat. In Köln übernahm der gebürtige Schwabe einst die Co-Regie für die ersten beiden BAP-LPs. In eigenen Aufnahmen pflegte das Saxophon-Original seine Passion für humorvolle Jazz-Collagen ("Seibold Seiergesichts Sündige Saxophone", 1981) oder exotische Rhythmen ("Hmm..", 1983). Das alles waren liebenswerte Spielereien. Jetzt, mit "Bridges", ist Büdi Siebert erwachsen geworden - hinter dem schrulligen Einzelgänger kommt ein musikalisches Bombentalent zum Vorschein. Vielleicht liegt es an der langen Reifezeit dieser Produktion (fünf Jahre), vielleicht auch an der Umgebung, in der die Ideen des Stuttgarters umgesetzt wurden. Toningenieur Johannes Wohlleben, der jüngst mit den Kubanern Gonzalo Rubalcaba und Chucho Valdez beste Arbeit leistete, sorgte wieder für einen - analogen - Spitzenklang. Er und Gitarrist Friedemann als "Executive Producer" gaben mit Geduld und Präzision dem Siebertschen Erfindungsgeist Form und Tiefe: "Wie bei Platten auf Friedemanns Biber-Label fast schon üb- lich, ist "Bridges" reich an atmosphärisch wunderschönen Klangskizzen. Durch eine internationale Helferschar (Brasilianer, Kubaner, Ungarn, Griechen und Schweizer) erhalten die Mosaiken aus Jazz, Folklore, Kammermusik und Ethno- Rhythmen ein vertracktes Klangprofil, das dank optimalem Sound seine delika- ten Details preisgibt. So richtig gepackt werden deshalb nur die CD-Fans - sie erleben das 50-Minu- ten-Programm ohne lästige Dynamik-Begrenzer in seiner ganzen Fülle: den satten Bass von Peter Keiser im "Reigen seliger Geister"; das der Minimal Music abgelauschte, bezaubernde Stimmungsbild "Ein Sonntagmorgen in Alsace" mit piekfein aufgezeichneten Naturklängen; den Boller-Rhythmus von "Dance Like Crazy", mit einem von Vollenweider-Partner Walter Keiser dirigierten Drum Computer. Das federleichte "Sing" entstand nach einem Besuch in einem Sting-Konzert - die musikalische Geisterverwandtschaft ist verblüffend. © Stereoplay -- Stereoplay Seine Themen entwickelt Büdi Siebert aus globalen Perspektiven. Diese "Brid- ges" überbrücken Kontinente. Sein drittes Album ist ein schillernder Klang- farben-Dschungel aus Jazz und Rock-Mutationen mit verschlungenen Wurzeln: faszinierende Sound-Architektur eines weitgeschwungenen Meisterwerks. © Audio -- Audio