A Thousand Nights And A Night: Shadow Nights 1, Audio-CD

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Marke: Kip Hanrahan

Variante: Audio-CD

Eigenschaften:

PRODUKTBESCHREIBUNGEN REZENSION Seit Jahren produziert Kip Hanrahan geniale Alben zwischen Jazz und Ethno - und spielt selbst kaum mit. So wirkt er auch bei Teil zwei seiner "1001 Nacht"-Serie, "Shadow Nights I", wieder als Katalysator für Cracks wie den vor kurzem verstorbenen Don Pullen (Piano) oder Paoli Mejias (Congas). Die 16 weitgehend instrumentalen Titel entziehen sich jeder Kategorisierung: Fusion-Jazz trifft auf karibische Crossrhythms, Piano-Balladen begegnen Märchenrezitaten. Kein Material für die Charts, aber ein Genuss für mutige Ohren. ** Klang: 04-05 © Audio -- Audio So aufregend, so prickelnd kann "freie" Musik sein. Denn Kip Hanrahan, geboren 1954 in der New Yorker Bronx, ist kein Freejazzer im altmodischen Sinn. Der Perkussionist, der Katalysator künstlerischer Kreativität, der Film-Freak, der im Studio die Fäden zusammenhält wie ein Regisseur auf dem Set, hat wieder eines seiner legendären Multikulti-Mind-Movies "abgedreht". Obwohl die Bausteine - wilde Trommelorgien, dunkel-getragener Sprechgesang und pointierte Improvisationen - dem Hanrahan-Kenner vertraut erscheinen, liegt hier doch ein besonderes Werk vor. "A Thousand Nights And A Night (Shadow Nights 1)" ist die zweite Folge eines auf zwölf Veröffentlichungen angelegten Zyklus, der die Magie der Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht in Töne zu fassen sucht. Das hyperaktive, hochintensive Gewusel von Klängen, mit freidenkenden Topmusikern wie Milton Cardona, Steve Swallow, Eric Shenkman (Spin Doctors), Charles Neville oder Fernando Saunders realisiert, erfüllt diesen Zweck vollauf: Es provoziert Bilder von nächtlichen Szenerien zwischen Absturz und Euphorie. Speziell die irrwitzigen Improvisationen des Pianisten Don Pullen, der hier - denn nahen Krebstod vor Augen - buchstäblich alles gibt, fesseln den Zuhörer, lassen ihn nicht mehr los. ** K: 8-9 © Stereoplay -- Stereoplay Viel Mut und eine gehörige Portion Wahnsinn im positiven Sinne sind notwendig, um in heutiger Zeit die phantastische Idee eines 12teiligen musikalischen Dioramas der orientalischen Sagenwelt zu verwirklichen. Doch der ultimative PIAZZOLLA-Produzent, Fussball-Maniac und Tausendsassa in New Yorks Jazz-Szene, KIP HANARAHAN, kennt bei der Realisation seiner abgefahrenen Projekte keine Gnade. Angeregt durch die filmischen Interpretationen des Stoffes durch Pier Paolo Pasolini, ist ihm erneut ein fragil-komplexer Streifzug durch Scheherazades Welten aus Tausendundeiner Nacht gelungen. Verglichen mit dem ersten Teil und Vorgänger "1-Red Nights" vom Sommer '96, konnte der integrative Bandleader zu "Shadow Nights" mit einer noch stärkeren Besetzung in die vollen greifen. Neben seinem Stammensemble, dem u. a. Ex-CREAM-Bassist JACK BRUCE, MILTON CARDONA (perc), CARMEN LUNDY (voc), CHARLES NEVILLE (sax) und ANDY GONZALES (b) angehören, sind der CASSANDRA WILSON-Gitarrist BRANDON ROSS, Bassist STEVE SWALLOW und Saxophonist HENRY THREADGILL zu hören. Besondere Intensität strahlt das Spiel des ehemaligen Pianisten der Jazz-Legende CHARLES MINGUS, DON PULLEN, aus, der - zum Zeitpunkt dieser Aufnahme bereits todkrank - noch mal berührende Momente "en masse" hervorzaubert. Ein Abschied, der völlig unsentimental jeden Augenblick des Lebens preist, und zugleich eine Produktion, die die Gefühle von Sehnsucht und Erotik mit der Hitze südamerikanischer Nächte zu immer neuen magischen Momenten amalgamiert. Joachym Ettel / © Intro - Musik & so mehr unter www.intro.de -- INTRO Wenn es sich hier wirklich um den Soundtrack seiner eigenen Existenz handelt, dann geniesst Kip Hanrahan auch als Lebens- und Beobachtungskünstler einen Ausnahmestatus. So nahtlos, wie sich Teil zwei der "Arabian Nights"-Serie des sensiblen New Yorker Perfektionisten an den seltsam-faszinierenden Auftakt "1- Red Nights" fügt, wirkt das Ganze wie die Fortsetzung einer Daily-Soap. Nur eben mit einem Stoff, der Trivialität ebenso ausschliesst wie vorhersehbare Handlungsstränge. Ein roter Faden bleibt trotz sprunghafter Wechsel zwischen nahöstlichem und jüdischem Liedgut, Latino und Jazz, expressiver Dichte und erotischer Kraft fühlbar. Aus Musikern wie Steve Swallow, Carmen Lundy, Charles Neville, Michael Cain oder dem 1995 verstorbenen Don Pullen kitzelt Hanrahan auf subtile Weise Höchstleistungen heraus, wie dies einst Zuchtmeister Hitchock bei seinen Schauspielern verstand. Das Monumentalwerk von ausufernd-komplexer Farbigkeit taugt schlecht zur Nebenbei-Berieselung. Am besten vor einer guten Anlage die Augen schliessen. Dann steht dem Trip in die Welt des Kip Hanrahan zwischen Traum und Realität nichts mehr im Weg. © Jazz thing - Reinhard Köchl -- Jazz thing (06/98)


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