Marke: Foetus
Variante: Audio-CD
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN AMAZON.DE 2001. Vom britischen Musiker J.G.Thirlwell alias Foetus hat man schon lange nichts mehr gehört. Lebt der überhaupt noch? Fast aus dem Nichts erscheint ein musikalisches Lebenszeichen, das Album Flow. Mitte der Neunziger Jahre war das letzte Werk auf dem englischen Label Big Cat erschienen. Nun also endlich wieder ein neue Platte dieses Musikers, der in den 80er-Jahren mit zu den imposanten Figuren der europäischen Indie- und Undergroundszene gehört hat. Damals trat J.G.Thirlwell unter verschiedensten Namen in Erscheinung, ob nun als Foetus Interruptus oder Scraping Foetus Off The Wheel, als Foetus Inc. oder unter seinem dritten Namen als Clint Ruin. Als Clint Ruin zeichnete Foetus auch gemeinsam mit Roli Mosimann (Swans) für das geniale Projekt Wiseblood (wir erinnern uns des grossartigen 86er-Werkes "Dirtdish") verantwortlich. Meist stand der Name Foetus für engagierte, drängende, heftige Undergroundmusik zwischen Industrial und Punk, Post-Gothic, EBM und Alternative-Rock. In den vergangenen Jahren trat Thirlwell immer wieder als Remixer in Erscheinung. Die Liste der Acts, die seine Mischkünste in Anspruch nahmen, ist dabei scheinbar endlos: Front 242, Nine Inch Nails, Marylin Manson, Jon Spencer, Boss Hog, Danzig, Red Hot Chili Peppers etc. Nun also Flow, der erste Teil eines musikalischen Doppelschlages: Teil zwei, Blow, soll im Dezember 2001 erscheinen. Der Einstieg ins Album ist typisch Foetus: "Quick Fix" ist ein mächtiger, lärmiger Industrial-Trash-Punk, wobei Song zwei, das ins Ohr drängende "Cirrhosis Of The Heart", dann auch gleich den anderen Foetus zeigt: ein feiner Latin-Song(!), bei dem Foetus u.a. den Brasil-Klassiker "Mais Que Nada" zitiert und die Exotica-Sängerin Yma Sumac sampelt. Flow hält den aufgebauten Spannungsbogen das ganze Album durch. Bei "Mandelay" trifft eine Geige auf metallische Rhythmen, "Grace Of God" kommt mit swingenden Drums daher, über die Mr. Thirlwell seine Texte singt, während "The Need Machine" wieder eines jener klaustrophobischen, verstörenden Foetus-Werke ist, "Suspect" ist filmmusikartig. Der schräge Humor des JG Thirlwell kommt u.a. beim Track "Heuldoch Nr.7B" hervor. --Thomas Bohnet REZENSION Der Weirdo ist zurück! Nachdem der unberechenbare, schon fast mythisch verklärte Avantgarde-Industrial-Jazz-Punk Foetus a.k.a. James G. Thirlwell seit Mitte der Neunziger dem Musikmachen abstinent war und sich an den Rand des psychischen Zusammenbruchs manövriert hatte, erscheint nun mit Flow das erste von gleich zwei neuen Alben (das demnächst erscheinende Blow wird aus Remixen dieses Albums bestehen). Brachialer Gitarrenlärm, Krach-Samples, kranke Elektrosounds, Latino- und Jazz-Ausflüge, orchestraler Grössenwahn versus trockenen LoFi-Sound, alles in raschem Wechsel. Mittendrin in diesem verstörenden Chaos der sich anziehenden Gegensätze: immer wieder Pop. Zumindest, wenn man sich einmal auf die Platte eingelassen hat. Wer an Foetus immer die derbe, punkige Seite geliebt hat, wird angesichts dieser enormen Bandbreite an Musikstilen sicherlich seine Zeit brauchen, bis er hiermit warm wird. Aber gerade das ist es ja, was den Reiz dieses Albums ausmacht: dass solch ein bizarrer Mix mühelos funktioniert und sogar richtig Spass machen kann, anstatt nur interessant zu nerven. Born again(st). Till Stoppenhagen / Intro - Musik & so mehr unter www.intro.de -- INTRO
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