Marke: Deftones
Variante: Vinyl
Eigenschaften:
PRODUKTBESCHREIBUNGEN PRODUKTBESCHREIBUNGEN Diamond Eyes works the way good records used to; each song carries you a little further away from your crappy day until finally, you've been transported to a place that feels a whole lot better than where you started. There's also a newfound sense of purpose that makes Deftones' sixth album stand out. The band recorded the album after their best friend and bassist Chi Cheng sustained a debilitating brain injury from a car accident in November of 2008. The tangle of Stephen Carpenter's woozy, undulating guitar work and Moreno's soaring then secretive vocal style is the bittersweet dynamic behind each of Deftones' records, including Diamond Eyes. The friction drives the music as much as it does the players, though it doesn't always make life easy for childhood friends Carpenter and Moreno. "What makes us work?" asks Carpenter. "Chino will give you the exact opposite answer that I do. That's the way it is with us-we contradict each other constantly but it's also what makes our music what it is-intense and different." MOTOR.DE Die Deftones sind wieder da und spotten mit „Diamond Eyes“ allem, was nach ihrem Platin- und Grammy-Album „White Pony“ kam. Fangen wir mal ganz von vorn an: Mitte der Neunziger Jahre tritt eine Band namens Korn auf den Plan und sorgt mit ihrem selbstbetitelten Debüt für verdutzte Gesichter. Bei der Veröffentlichung 1994 hat ihr Stil noch keinen Namen. Als dann aber die Musikindustrie die Sachen in die Finger bekommt, wird flux eine eigene Schublade kreiert: Nu-Metal. Fortan genügen wenige Merkmale um in selbiger zu landen: Jugendliche Themen, Vocals im Spannungsfeld zwischen melodisch und brüllend und - nicht zu vergessen - einen DJ, der für die Hip-Hop-Rock-Crossover-Note sorgt. Alles was nur halbwegs diesen Kriterien entspricht, landet in besagter Schublade. Nu-Metal verkommt zum Sammelbegriff, der bis heute höchst unterschiedliche Bands zusammenfasst. Ebendies geschieht auch den Deftones, da die Band all diesen Kriterien zu entsprechen scheint. Sicher gelang ihnen der Durchbruch im Fahrwasser von "Vorzeige"-Nu-Metalern wie Korn oder Limp Bizkit, aber die Deftones und ihren Sound gibt es eben schon seit den späten achtziger Jahren. Sie waren keine Trittbrettfahrer des Hypes, sondern wurden willkürlich einsortiert. Als sich mit dem 2000 erschienen Album „White Pony“ der wirklich grosse Erfolg einstellt, ist die Band ohnehin weit entfernt vom Genre des Nu-Metal, in das sie nie so richtig zu passen schien. Nichtsdestotrotz betraf das Platzen der Nu-Metal-Blase, Anfang des neuen Jahrtausends, auch die Plattenverkäufe der Deftones, die mit keinem der zwei Nachfolgealben an den Erfolg von „White Pony“ anknüpfen konnte. Hinzu kamen mit der Zeit interne Streitigkeiten um Frontmann Chino Morenos Nebenprojekt team sleep, ein komplett aufgenommenes und wieder verworfenes Album namens „Eros“ und nicht zuletzt der schwere Unfall ihres Bassisten Chi Cheng. Dessen ungeachtet ist der Entstehungszeitraum des neuen Albums „Diamond Eyes“ mit sechs Monaten ein Beweis dafür, dass die Band noch immer einen enormen Output hat und gelernt hat allen Widrigkeiten zu trotzen. Der Titeltrack „Diamond Eyes“ ist ein perfektes Beispiel für erwähnten Trotz. Die Deftones schmettern hier einen Song hin, der Fans und Wegbegleitern der Band kurz den Atem stocken lassen dürfte. Mit einer kleinen Träne im Auge hört man imaginär schon Einige sagen: „Mensch...wie damals.“ Genauso, im besten Sinne, klingen die Deftones auch: Der Titeltrack der Platte spielt in der Liga der grössten Deftones Hits á la „My Own Summer“, „Change" oder „Back To School“ uneingeschränkt mit. Die zwei Singelauskopplungen, die die Band vorab in Video-Form im Internet veröffentlichte, waren schon ein guter Einblick in das neueste Werk der fünf Kalifornier. Das gesamte Album aber erst weist die Abgeschlossenheit und Konsistenz auf, die der Band bei den letzten zwei Platten abhanden gekommen war. Kraftvoll und schwer stapfend einerseits, sensibel und harmonisch andererseits. Das war immer eine Qualität der Band, die auf „Diamond Eyes" den Weg zurück gefunden hat, die Ambivalenz. So ist „Diamond Eyes" durchaus als Platte vom alten Schlag zu bezeichnen. Die sonore Stimme Morenos bildet das Zentrum des Deftones-Universums. Er hat die Fähigkeit, in einem Song die riesigen Gitarrenwände wütend schreiend zu durchbrechen und beim nächsten Song eine schauderhaft atmosphärische Spannung zu erzeugen. Ein besonderes Highlight der Platte daher auch der düstere Track „You Seen The Butcher“. Moreno zeigt hier, dass er auch allein im Stande ist, die Atmosphäre zu erschaffen, die er auf „White Pony" nur mit Hilfe Maynard James Keenans, beim Song „Passenger“, zu erzeugen vermochte. Die Deftones präsentieren sich in neuer Geschlossenheit und dabei geradliniger als je zuvor. Das steht ihnen gut. Vorbei die Zeiten der ewigen Streitereien, des verfrickelten selbstbetitelten Albums „Deftones" und dem etwas überspannt wirkenden „Saturday Night Wrist". Den Fortschritt im Rückschritt zu finden ist eine beträchtliche Leistung.